Namibia Selbstfahrerreise: 10 Fehler, die Sie vermeiden sollten

Eine Selbstfahrerreise durch Namibia ist für viele der Inbegriff von Freiheit: unterwegs sein im eigenen Tempo, immer wieder anhalten, wo die Landschaft besonders beeindruckt, und am Abend in einer kleinen Lodge den Sternenhimmel genießen. Damit Ihre Reise wirklich entspannt verläuft, habe ich die häufigsten Fehler zusammengestellt, die ich in all den Jahren immer wieder erlebt habe – und natürlich meine Tipps, wie Sie es besser machen können.

Als Selbstfahrer durch Namibia: Alles eine Frage der guten Organisation

1. Zu viele Lodges in zu kurzer Zeit

Manche Routen sind so vollgepackt, dass kaum Zeit zum Genießen bleibt. Oft sind zwei Nächte an einem Ort ideal, damit Sie die Umgebung auch wirklich erleben können.
👉 Mein Tipp: Lieber weniger Stationen einplanen und dafür mehr Ruhe – so bleibt die Reise ein Genuss.

2. Entfernungen unterschätzen

Namibia wirkt auf der Karte kompakt, tatsächlich sind die Strecken aber weit. 300 Kilometer bedeuten hier oft mindestens vier Stunden Fahrt.
👉 Mein Tipp: Planen Sie großzügig und bedenken Sie, dass schon die Fahrten selbst ein Erlebnis sind.

3. Das falsche Auto wählen

Namibia hat viele Schotterpisten. Mit einem kleinen Mietwagen macht das keinen Spaß.
👉 Besser: Ein SUV mit Bodenfreiheit oder – noch sicherer – ein spezielles 4×4 Offroad-Fahrzeug von Anbietern, die auf diese Fahrzeuge spezialisiert sind. Bei diesen Fahrzeugen ist auch das Reifenprofil für die Pisten geeignet, was bei großen internationalen Vermietern nicht immer gewährleistet ist.

Ein Offroad Fahrzeug ist auf Namibias Schotterstraßen die sicherste Alternative

4. Tankstellen unterschätzen

Entfernungen in Namibia sind lang – und Tankstellen nicht an jeder Ecke. Mit normalen Mietwagen kann das knapp werden.
👉 Besser: Offroad-Fahrzeuge mit Doppeltank bieten Sicherheit. Grundregel: Bei jeder Gelegenheit tanken, auch wenn der Tank noch halb voll ist.

5. Zu spät buchen

Gerade beliebte Lodges sind oft schon Monate im Voraus ausgebucht. Wer erst kurz vor der Reise plant, muss Kompromisse eingehen.
👉 Besser: Frühzeitig reservieren, dann ist die Auswahl größer und Sie können die schönsten Lodges genießen.

6. Unterschätzen, wie früh es dunkel wird

In Namibia wird es schnell dunkel – und Autofahren nach Sonnenuntergang ist riskant. Tiere und unbeleuchtete Straßen sind eine echte Gefahr.
👉 Besser: Tagesetappen so planen, dass Sie vor Einbruch der Dunkelheit ankommen.

In Namibia sollte man nicht im Dunkeln unterwegs sein, um Tiere, die die Fahrbahn überqueren, rechtzeitig sehen zu können

7. Falsche Kleidung einpacken

In Namibia braucht man je nach Reisezeit tatsächlich sehr unterschiedliche Kleidung. Im namibischen Winter (Mai bis September) können die Nächte empfindlich kalt werden, während es tagsüber angenehm warm ist. Wer dann nur Sommerkleidung dabeihat, friert garantiert.
👉 Besser: Im Winter Zwiebellook einplanen – T-Shirt am Tag, warme Jacke am Abend. Im namibischen Sommer reicht leichte Kleidung. Funktionale Outdoor-Mode ist nicht nötig, aber bequeme, knöchelhohe Schuhe sind ideal, wenn Sie auch mal zu Fuß unterwegs sein möchten.

Die wichtigsten Dinge für Ihre Packliste

8. Ohne Bargeld reisen

Zwar kann man in Namibia fast immer mit Kreditkarte zahlen, aber eben doch nicht überall.
👉 Mein Tipp: Etwas Bargeld in Namibia-Dollar oder Südafrikanischen Rand ist sinnvoll – vor allem in entlegenen Gebieten oder bei kleinen Einkäufen.

9. Die Route nicht genau kennen

Verlassen Sie sich nicht nur auf Navi oder Google Maps. Manche Wege sind nicht eingezeichnet oder in der Realität schwerer zu fahren, als es digital aussieht.
👉 Mein Tipp: In meinen Reiseunterlagen bekommen Sie detaillierte Routenbeschreibungen – für maximale Sicherheit unterwegs.

10. Sonne und Gesundheit unterschätzen

Die Sonne in Namibia ist sehr intensiv – durch den trockenen Wind merkt man das oft zu spät. Ein Sonnenbrand kommt schneller, als man denkt. Auch Mücken können ein Thema sein: Im Caprivi-Streifen empfiehlt sich ein Mückenspray mit DEET, da dort Malaria übertragen werden kann. In den trockeneren Wüstenregionen reicht dagegen ein normales Spray vollkommen aus.
👉 Mein Tipp: Sonnenschutz, Kopfbedeckung und immer einen 5-Liter-Kanister Trinkwasser im Auto haben – so sind Sie bestens vorbereitet.

Fazit: Gut geplant ist halb erlebt

Eine Namibia-Selbstfahrerreise ist ein unvergessliches Abenteuer – wenn man die Besonderheiten des Landes berücksichtigt. Mit der richtigen Vorbereitung und einer individuellen Routenplanung lassen sich die meisten Fehler ganz leicht vermeiden.


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